Wie alles begann…

Erste Schritte zur Gründung der Skivereinigung Amberg wurden im Jahr 1928 gemacht. In der Vilsstadt hatten sich die ersten Skisportler zu einer losen Kameradschaft zusammengefunden und waren im Fränkischen Schneeschuhbund organisiert. Im Laufe der Jahrzehnte ist aus dem einstigen Hobby einiger begeisterter Idealisten längst ein Volkssport geworden.

Zur eigentlichen Gründung der Skivereinigung kam es dann 1934. Richard Bauer, dessen Name in den folgenden 70 Jahren so etwas wie ein Synonym für die Amberger Skipioniere werden sollte, wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Ein nahezu ideales Betätigungsfeld fanden die Sportler in der Anfangszeit an den Freudenberger Hängen, wo schon im Gründungsjahr die erste Stadtmeisterschaft stattfand.

Bau der Sprungschanze

Vor rund 50 Zuschauern wurden damals Fritz Schmidt bei den Alpinen und Sepp Held im Langlauf Sieger. 1937 waren es bereits 900 Schaulustige und 1955 verfolgten rund 2000 Amberger die Skimeisterschaft. 14 Omnibusse und 170 Pkw wurden damals rund um den Veranstaltungsort gezählt. Mit dem Bau der ersten Sprungschanze 1936 in Freudenberg wurde es ermöglicht, auch die nordische Kombination auszutragen. Allerdings wurde die Schanze 1945 Opfer der Holzknappheit – nötige Renovierungsarbeiten konnten nicht ausgeführt werden. Nach dem Krieg erstand die Skivereinigung durch die tatkräftige Arbeit von Ernst Schnetter und Karl Haberzettl langsam wieder in alter Form, obwohl man sämtliche Sportvereine verboten hatte.

1953 wurde schließlich eine neue Sprungschanze auf Initiative der Skivereinigung in Eigenleistung erstellt. Zunächst sollte der Anlaufturm nur sieben Meter hoch werden, aber dann baute man ihn gleich auf 13,65 Meter und über den zwei Meter hohen Bakken konnten gute Springer rund 30 Meter weit in das Tal „segeln“ (der Schanzenrekord lag bei 33 Metern). Größere Sätze verhinderte der problematische Auslauf hinunter auf den Sportplatz des SV Freudenberg.

Schon bald musste man einsehen, dass die Holzkonstruktion nicht von Dauer sein konnte. Jahr für Jahr stiegen die Kosten für Reparaturen und Schutzimprägnierungen. 1965 war es dann soweit, dass die SVA die Zwecklosigkeit der Bemühungen um die Erhaltung der Sprungschanze einsehen musste. 1967 entschloss man sich endgültig, die Schanze abzureißen. Mit ihrem Abbruch wurde dem nach Fertigstellung des Skilifts in Freudenberg mächtig aufstrebenden Wintersport eine Scharte geschlagen.

Entwicklung der Abteilungen

In den 60er Jahren gab es unter Robert Pechtl eine starke alpine Mannschaft. Alois Loos motivierte die Langläufer neu. Unter Werner Lischka stieg die Mitgliederzahl von knapp 50 im November 1963 bis 1972 auf 194 an. Unter der Leitung von Kurt Sommerer und Hans Hellebrand stellte die SVA sogar Gaumeister und Cupsieger.

Auf Grund des Schneemangels in der Region wurde 1987 eine Laufteamabteilung von Wolfgang Weigl gegründet. Die Läufer und Läuferinnen haben in den letzten Jahren beachtliche Erfolge verbucht und wurden dadurch weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt. Unter der Leitung von Peter Schuller sind auch die Laufkids im Verein stark vertreten.

Nach Karl Haberzettl standen bzw. stehen noch folgende Männer als Vorstände an der Spitze der Skivereinigung: Hans Wunsch, Martin Götz, Anton Pirzer, Werner Lischka, Robert Pechtl, Dieter Spörl, Karl-Heinz Matejcek und Richard Lobenhofer.